Der Museums-Guide für das Deutsche Technik Museum Berlin

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Vollschiff Preussen




Fünfmaster Preußen

Das 1902 in Geestemünde, heute Bremerhaven, gebaute Vollschiff, also an allen Masten mit Rahsegeln versehen, hatte einen stählernen Rumpf von 133,19 m Länge und 16,34 m Breite. Mit einem Tiefgang von 8,23 m und einer Gesamtsegelfläche von 5560 m2 konnte es bei günstigem Wind 18,5 Knoten erreichen. Das sind umgerechnet ca. 34,2 km/h. Ein Wert, der heutzutage für Schiffe normal ist.
Die Reederei F. LAEISZ hatte noch weitere Schiffe in der Flotte, die alle mit dem Buchstaben „P“ begannen, soweit es eigene Neubauten nach 1861 waren.
Am 5. November 1910 segelte die „Preußen“ durch den Ärmelkanal in Richtung Westen, als es zu einer Kollision mit der Kanalfähre „Brighton“ kam. Danach war die „Preußen“ nicht mehr Segelfähig und musste die Hilfe von Schleppern anfordern. Dies war leider nicht erfolgreich, so dass es kurz vor der Einfahrt Dover zu einer Grundberührung kam und sie letztlich strandete. Zum Glück kam es nicht zu Personenschäden und die Ladung konnte noch teilweise geborgen werden.

Der Förderverein des Deutschen Technikmuseum Berlin hatte dieses Modell mit in das Museum eingebracht.